Durch die Dämmerung von Hamburg nach „Sunshine-City“ Bremen. Selfie-Time.
#breakingA400Mabgestürzt
In der Nähe von Sevilla/Spanien stürzte ein Airbus A400M ab, der für das Militär zu Transportzwecken gebaut wurde. Nach 1.Angaben 7 Personen an Bord.
Note: Teile des A400M werden in Bremen entwickelt und produziert.
#WTF-Brabeck/NestlèEinTourette-Erkrankter?
Nestlé-Chef Brabeck gab ja im letzten Jahr Rätsel auf, weil er mit einem tiefroten Auge vor die Presse trat. Mittlerweile heisst es, er habe Krebs gehabt und diesen besiegt. Ist es eine Nebenwirkung der Medis oder gar eine Tourette-Erkrankung, die ihn plötzlich offen sprechen lässt?
Jedenfalls lässt er die Maske fallen. Mehr zum Thema:
und hier.
By the way, auch Bremen hat gewisse Probleme mit Wasser, denn Verden, wo Bremen das Grundwasser abpumpt, überlegt, künftig Bremen nicht mehr unendlich mit Wasser zu versorgen, so dass HB gezwungen wäre, neue Quellen, wie etwa das Weserwasser anzuzapfen.
Das kostet aber deutlich mehr als bisher. Jährlich fliessen 9 Millionen Kubikmeter Wasser, das sind etwa 90 Mio Badewannenfüllungen, von Verden nach Bremen. Verden führt an, dass durch die langjährige Abpumperei der Grundwasserpegel im Holtumer Moor um bis zu 9m gesunken sei und in der Folge kleine Gewässer trocken gefallen seien und die Halse kaum noch Wasser führe.
Lesen Sie demnächst: Wer sackt sich eigentlich den Mehrwert ein, den Bremen durch die billige Grundwasserabpumperei einstreicht, weil das Wasser zu bundesweiten Top-Preisen von 1,98 EUR/Kubikmeter (Bundesdurchschnitt 2013: 1,69 EUR, Niedersachsen: 1,16 EUR) verkauft wird? Sind das Mondpreise? Wieso ist das Wasser in HB so teuer wie an den Orten, an denen die Trinkwasserproduktion deutlich teurer ist? Oder wird das überschüssige Geld investiert oder womöglich zurückgelegt, um für neue Entwicklungen bereit zu sein? Was den verantwortungsvollen Umgang mit den Schätzen dieser Erde angeht, zumindest aus finanzieller Sicht, ist Norwegen mit seinem Staatsfonds erwähnenswert. Norwegen ist die globale Nummer 14 unter den Ölfördernationen und hat im Staatsfonds mittlerweile über 780 Mrd EUR für die Zukunft ohne Öl angehäuft. OK, das ist ’ne andere Abteilung, aber das Prinzip stimmt. Wenn Bremen also 9 Mio Kubikmeter/p.a. importiert, die dann zu rund 18 Mio EUR verkauft, dann darf man fragen, wie teuer sind Produktion/Unterhalt, was bekommt Verden, etcetatatata. Und was passiert mit einem Überschuss?
Wasserexperte Kamer erklärt, dass in Ballungszentren wie Rhein/Ruhr, Berlin oder Köln die Wasserproduktion deutlich teurer sei, ähnliche Produktionsmethoden aber auch für HB möglich wären:
„Wir hätten hier aber erheblich höhere Aufwände verglichen mit dem jetzigen Zustand. Denken Sie allein an die aufwendigere Aufbereitung des Weserwassers gegenüber Grundwasser. Die noch hohen Salzkonzentrationen in der Weser werden hier Verfahren erforderlich machen, die für die Grundwasseraufbereitung nicht nötig sind. Außerdem wird eine Desinfektion des Trinkwassers erforderlich werden.“
Das klären wir dann ab. Vielleicht erklären sich die im Vergleich zu Niedersachsen fast doppelt so hohen Preise, weil die wesernetz GmbH das Wasser einfach bei Nestlé einkauft?
#BremenWähltAberWie?
Wer am Sonntag vor dem Wahl-Katalog, der es bald mit dem von Otto aufnehmen kann, steht und seine 5 Kreuzchen, machen will, sich dann aber fragt, gebe ich meine Stimme nun der Partei insgesamt oder wähle ich einzelne Kandidaten aus und welche Auswirkungen hat das auf die Kandidaten/Parteien, dem sei gesagt: Hier ist guter Rat teuer.
Aber weil nordis.ch auch ein Blog mit Nutzwert ist, hier die Erklärung, die wir – allen Versuchen von einfacher Sprache zum Trotz – nicht auf einer Bremer Seite sondern erst bei der Bundeszentrale für politische Bildung fanden:
Wie werden die Sitze in der Bremischen Bürgerschaft verteilt?
Je mehr Stimmen für die Liste einer Partei und für die einzelnen Personen der Liste abgegeben wurden, umso mehr Mandate bekommt die jeweilige Partei. Für die Zahl der Sitze in der Bürgerschaft, die eine Partei oder Wählervereinigung erringt, ist es daher egal, ob Stimmen für die gesamte Liste und/oder für einzelne Personen auf der Liste vergeben wurden. Die Sitzverteilung erfolgt je nach Verhältnis von Listen- und Personenstimmen. Dabei wird zunächst die sogenannte Listenbank besetzt. Dazu werden alle Stimmen, die auf eine Liste als Ganze entfallen, in Sitze umgewandelt und auf die Erstplatzierten der Liste verteilt. Danach erfolgt die Zuteilung der sogenannten Personenbank nach der Anzahl der Stimmen, die einzelne Bewerber erhalten haben. Dabei werden die Kandidatinnen und Kandidaten, die bereits ein Mandat über die Listenwahl erhalten haben, nicht berücksichtigt.
Die Verteilung der Sitze erfolgt in den beiden Wahlbereichen Bremen und Bremerhaven getrennt. Parteien oder Wählervereinigungen, die im jeweiligen Wahlbereich weniger als fünf Prozent der gültigen Gesamtstimmen erhalten haben, werden bei dieser Verteilung der Sitze nicht berücksichtigt (Fünfprozenthürde bzw. Sperrklausel).
#WannIstEinDeutscherArm vom heute+erklärbär
Frau Nahles und Bundesregierung: Befehl ausgeführt. Diskussion über Definition von Armut in Deutschland auf breiter Front eröffnet:
Der 2:30-Minuten-Shortie beginnt mit Rolf Rosenbrock. Das ist der Chef vom DPWV, der jüngst mit den aktuellen Zahlen zur Armut in Deutschland Wellen schlug, die bis in USA schwappten. Ministerin Nahles/SPD lässt sich aber nicht so einfach irgendwas hässliches in ihren Vorgarten stellen, und kritisiert den Armutsbegriff. Hat ihr der Gerd mit den Arbeitslosenzahlen schon vorgemacht. Das ZDF eilt Nahles nun zur Hilfe, und der Erklärbär von heute+ geht auch gleich in medias res:
ZDF: „Hier auf seiner Pressekonferenz in Berlin stellt Herr Rosenbrock vom Paritätischen Wohlfahrtsverband sein Jahresgutachten vor.“ Ich will pingelig sein: Wer „Herr Rosenbrock“ sagt, distanziert sich von ihm, stellt „seine“ Aussagen in Frage. Aber das ZDF kann noch mehr: „Viele deprimierende Zahlen, richtig krass.“ Als ob Rosenbrock ein dahergelaufener Rapper wäre, der irgendwie „vollkrass“ daherlabert.
Dann weiter, richtig sinnverdreht: Geht es in der Armutsdiskussion bislang darum, dass der Begriff an sich immer in Relation von Arm und Reich in Deutschland gebraucht wurde, bringt das ZDF Afrika ins Spiel. Der ZDF-Heini in gnadenloser Erhellung: „Armut ist relativ, das wird mir klar: Man kann nicht die Armut in Afrika mit der in Deutschland vergleichen.“ Heilandsack. Jetzt pfeiffts aus allen Löchern. Wer hat denn das vergleichen wollen? Welcher blöde Studentenspruch kann jetzt noch kommen?
Rosenbrock spricht von „Armut bedroht“, z.B. 60% der Erwerbslosen in Deuschland sind arm. Das ZDF: „Er spricht zwar von Armut, meint aber eigentlich das Armutsrisiko. Das ist nicht unbedingt das gleiche.“ Aha. Danke, ZDF. Da will (der feine) „Herr“ Rosenbrock wohl was herbeireden; und, der Erkläbär weiter: „Jetzt wird es schon kompliziert.“ Ach was? Dafür haben wir ja die Fachleute vom ZDF: „Wer unter 60% des mittleren Einkommens verfügt, fällt darunter“ und, klar, haben wir dafür Verständnis, aber – der ZDF-Quatschkopp kann doch noch schlimmer: „Studenten fallen auch darunter“. Was? Die armen Studenten! Keine Perspektive, Kinder an den Hacken, keine Ausbildung, zu alt für den Job, eben ranzelig. Jööööh
Die knallharte investigative Frage: „Studenten fallen auch unter die, die unter 60% des Durchschnittseinkommens verfügen, aber sind die deswegen arm?“ Wow. Jetzt wirds ganz ernst: “ Das viele Junge Leute studieren können, ist doch eigentlich ein Zeichen von Wohlstand!?“ Mir verschlägts die Sprache. „In der Statistik vergrössern sie die Gruppe der Armen.“ Also wer oder wieviele sind jetzt wirklich arm? Wir erfahren es nicht, aber was zaubert der Besserwisser jetzt noch aus dem Hut? Ahhh! „Unabhängig davon ((wovon?)) geht die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander.“ Nein! Wirklich? Das kann doch nicht wahr sein! In Deutschland? Wie kommt das denn?
Auch wenns mir schwerfällt, ich schreib weiter auf, was der Erklärbär spricht: „Klar, uns Deutschen (also dem Sprecher vom ZDF) geht es so gut wie noch nie, aber das ist denen ((nicht er, also den anderen)) doch egal, die jeden Tag schuften, überschuldet oder benachteiligt sind.“ ((Wer nimmt dem Bubi bitte die teure Lederjacke weg?)) „Es geht um den sozialen Zusammenhalt. Statistik hin oder her.“ Aha. Darum gehts. Er meint, man soll ihm seine teure Lederjacke nicht wegnehmen.
Er hat schliesslich auch Gefühl. Ja, dem heute+Erklärbär ist zum Schluss nochmal klar geworden: „Armut ist überall schlecht, egal wo auf der Welt.“ Ach was, komm jetzt. Echt?
#EinmalImLebenBerühmt
Dieser Wanderer filmt zufällig den Beginn des Ausbruch des Vulkans Calbuco. Klarer Fall von „einmal im Leben berühmt“. Helfen wir ihm dabei: Bitteschön:
#JanBöhmermannBremerOneShot
Die Anschläge von Paris & Satire: Jan Böhmermann im Interview bei Visa Vie:

Jan Böhmermann ist eine zierliche Pflanze, die es zu hegen und pflegen gilt. Z.B. gab er anfangs Jahr ein Interview zum Thema dies und das, u.a. ging es um die Anschläge in Paris und so weiter. Er war wieder mal in Höchstform und zirkelte in einem Stück davon: „Ich bin Bremer und Bremen ist ein sozialdemokratisches Land und … ich würd‘ sagen, das ist ein Versagen der Sozialarbeiter. Wenn zwei Leute, die so alt sind wie ich, sich so abgehängt fühlen von der Gesellschaft, obwohl sie in Frankreich geboren wurden, und sich so wenig als Teil einer Gesellschaft, die ja alles zulässt, die Religionsfreiheit gewährt und freie Rede… und die Möglichkeit zur freien Entfaltung… Wenn eine Gesellschaft Leute produziert, die sich so abgehängt fühlen, das sie derartige Dinge begehen mit einer derartigen Kaltblütigkeit, dann ist das in erster Linie kein Anschlag auf die Pressefreiheit, sondern ein Anschlag auf die ganze Gesellschaft.“
Danach erklärt er, dass er Religion ablehnt, ich übrigens auch. Egal, dass die Leute glauben, kann man ihnen nicht nehmen. Islam, Christentum oder Judentum zu kritisieren ist ihm zu platt, er, Böhmermann konzentriere sich auf Phänomene: „Das Leute, die alle ArGe-Seminare ((heissen die so?)) durchgemacht haben, und keine Chancen aufm deutschen Arbeitsmarkt haben sich einfach ne Kalaschnikow schnappen und nach Syrien gehen. Ob man z.B. die Reisekosten evtl. vom Staat bezahlen lassen kann?…“
#FurchtIstGreifbarerAlsAngst
Im Tagesanzeiger/Zürich erschien gestern ein bemerkenswertes Essay von Jonas Lüscher über Politik und Populisten, den Unterschied zwischen Ängsten und Furcht und warum die Politiker Furcht sehrwohl ernst nehmen sollten, die Ängste des Volkes aber eben nicht. Denn wer dem Volk die Ängste pauschal abnimmt, nimmt ihnen auch die Pflicht zur Empathie ab und entmündigt die Bürger. Nur wer Ängste konkret vorbringen und belegen muss, der setzt sich damit auch wirklich auseinander. Und erst dann können Ängste wie z.B. vor Überfremdung als das entlarvt werden, was sie sind, nämlich z.B. Xenophobie, also Angst vor dem Fremden an sich.
Aber lest selber:
#TrauKeinerStatistikDieDuNichtSelberGefälschtHast
Die Zeit greift lobenswerter Weise das Thema der Neudefinition des Armutsbegriffs auf, aber nicht ohne die Leserschaft erst einmal darauf hinzuweisen, dass der Begriff der „relativen Armut“ nur angibt, „um wie viel sich die untersten Einkommen von den anderen Einkommensgruppen unterscheiden“. Genau genommen bildet die „relative Armut“ also lediglich die Ungleichverteilung in der Gesellschaft ab. Kritiker bemängeln, dass sich die Relationen bei steigenden Einkommen verändern würden, allerdings ändert sich die prekäre Situation vieler Menschen relativ gesehen nicht, weil mit den Einkommen gewöhnlich ja auch die allgemeinen Kosten angehoben werden.
Die relative Armut zeigt also an, wie das Verhältnis der Einkommen zueinander ist. OK. Die Lehre und auch der Paritätische Wohlfahrtsverband sagt, das wer weniger als 60% des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, das der „von Armut bedroht“ ist.
Armut hört sich natürlich echt nicht schön an, vor allem, wenn sie solche Ausmasse annimmt wie in Bremen, wo mittlerweile jeder Vierte (sic!) (in Bayern nur jeder 8.) davon betroffen ist und sogar schon die Washington Post darüber berichtet.
Von Seiten der Regierung resp. von Frau Nahles/SPD gibt es nun Bestrebungen, den Begriff der Armut neu zu definieren. Böse Zungen behaupten, wenn man schon die Armut nicht in den Griff bekommt, dann kann man sie ja einfach neu definieren. Den Vorwurf des geplanten Etikettenschwindels kann Frau Nahles nicht wirklich entkräften. Am Begriff der „relativen Armut“ kann man nämlich wenig kritisieren, ausser der Unschärfe des Begriffs, aber die liegt nunmal in der Natur jeder Statistik. Dass die SPD mit der Umdefininierung der Arbeitslosigkeit schon erfolgreich ähnliche Wege gegangen ist, stellt Nahles Absicht in kein besseres Licht.
Liebe Bremer, ich meine jetzt jeden 1., 2. und 3. Einwohner, lasst euch sagen, für den 4. im Bunde ist es egal, dass er nicht verhungert, so schlecht geht es ihm/ihr nicht; aber es beschämt ihn einfach, dass er soviel weniger hat als ihr 1-3. Und, ja, es macht ihn sicher auch ein bisschen neidisch. Aber wisst ihr, was das Schlimmste ist? Um zu euch 1-3 aufzusteigen, bietet Nr.4 seine/ihre Dienste oftmals hinter dem Rücken der Hartz4-Behörden zu Hungerlöhnen an, und wisst ihr auch wo? Natürlich wisst ihr das: Gleich und direkt auf der Webseite eurer Heimatstadt, nämlich auf bremen.de. Schon praktisch oder? So quasi eine echte Topdomain. Irgendwie hat man sogar das Gefühl, dass, wenn sich die Prekären sogar auf der höchst offiziellen Webseite feil bieten, dass das irgendwie auch seine Richtigkeit hat, oder?
Hier und da wird sogar behauptet, als echter Bremer Hanseat hätte man das im Blut:
(hier kommt ein Foto mit de Negers im Hauptbahnhof hin.)
Über die auf Bremen.de platzierten Texte liesse sich auch ein Buch schreiben; wem das noch zum Lebensglück fehlt, dieser Tipp war gratis.

Vielleicht leistet die „weibliche Person“ dem Alex ja auch noch etwas Deutsch-Unterricht.
Neues vom #Terrorgate mit Details über die „Hinweise“
Eine Journalistin aus Bremen berichtete im Herbst 2014 dem Verfassungsschutz von einem Treffen zweier Salafisten mit einem Vertreter eines Bremer Familienclans, von dem sie Waffen kaufen wollten, so der Spiegel. Erst sagte sie, das Treffen habe im Hauptbahnhof stattgefunden, man habe arabisch gesprochen. Sie korrigierte sich später, es habe in einem Shisha-Café auf Deutsch stattgefunden. Berichtet habe ihr von dem Treffen im Oktober der „Älteste“ des Familienclans, so Radio Bremen. Die beiden Waffensucher seien aus dem Umfeld des Islamischen Kulturzentrums IKZ am Hauptbahnhof gewesen. Radio Bremen: „Als Grund für ihren Wunsch hätten sie angegeben, dass jeder aus der Moschee bewaffnet sein sollte. Man müsse sich ja gegen die Kurden und Jesiden wehren. Der „Älteste“ habe das Geschäft abgelehnt.“
Irgendwann habe dann noch ein „Informant“ aufgeschnappt, „man müsse sich bewaffnen, um den Brüdern in Syrien beizustehen“, so die NOZ.
Im Januar 2015 (Radio Bremen schreibt Dezember 2014) berichtete die Journalistin dem Verfassungsschutz, die Waffen seien geliefert worden und nun habe jede Familie im Umfeld des IKZ beim Hauptbahnhof eine Uzi, insg. gehe es um 60 Maschinenpistolen. Gemäss Radio Bremen hatte der Verfassungsschutz im Dezember 2014 „schon längst“ den Staatsschutz eingeschaltet. Mittlerweile sei das Bremer Landesamt für Verfassungsschutz aber skeptisch geworden, und habe eine „kritische Betrachtung“ der Angaben empfohlen. Es folgten angeblich noch – von wem ist unklar – zwei weitere Hinweise auf den Libanesen Muhamad M. aus Vegesack, der darauf zusammen mit seinem Bruder vorübergehend festgenommen wurde. Wann bleibt beim Spiegel unklar. Die Polizei habe die beiden nach der Freilassung nicht observiert, so der Spiegel, der kritisiert, eine Observation wäre in so einem Fall durchaus üblich gewesen.
Die beim Spiegel als „Journalistin“ bezeichnete Frau habe gemäss Radio Bremen am 27.2.2015 dem Zollkriminalamt in Köln einen „Hinweis gegeben, den diese „Bundesbehörde“ umgehend an die Bremer Staatsschützer weitergab, die daraufhin umgehend den Terroralarm auslösten, weil „die Warnung des Kölner Zolls besonders seriös“ erschien. Die Frau habe gute Kontakte zum Mhallamiye-Clan, auch Miri-Clan, bekannt durch Funk und Fernsehen.
Die Hausdurchsuchung bei Muhamad M. in Vegesack fand am 28.2.2015 statt, der Durchsuchungsbefehl stammte aber bereits vom 10. Januar 2015. Seitdem sei er observiert worden, so Radio Bremen. Muhamad M. habe sich am 26.2.2015 mit vier franz. sprechenden Männern getroffen, die über Waffen verfügten, so steht es im Durchsuchungsbeschluss für das IKZ. Das Auto des Verdächtigen sei am 28.2.2015 aber nicht durchsucht worden. Die NOZ berichtet, auf die erst später übersetzte abgehörte Mailbox des Verdächtigen habe jemand gesprochen, er habe „die Sachen in den Wagen gelegt“. Was denn da im Wagen hätte gefunden werden könne, bleibt also Spekulation. Es könnten Maultaschen oder MPs gewesen sein. Für 60 Uzis jedenfalls bräuchte man schon ordentlich Platz. Eine Uzi ist eingeklappt 47 cm lang und wiegt 3,6 kg, mit Munition und Magazin vielleicht doppelt so viel. 300 kg kommen bei 60 Uzis locker zusammen.

Uzi Bildlizenz: CC creative commons
Ebenfalls am 28.2.2015 wurde auch die Wohnung des Bruders von Muhamad M. durchsucht, der offenbar zufällig in die Razzia bei seinem Bruder reinlief, um „sich um dessen Kinder“ zu kümmern.Die Razzia beim Bruder erfolgte ohne Durchsuchungsbefehl: „Gefahr im Verzug“, so die taz. Gefunden wurde auch hier nichts.
Apropos Observation: Innensenator Ulrich Mäurer/SPD räumte letzte Woche ein, dass das IKZ am Samstag 28.2.2015, als der Terroralarm bereits galt, insgesamt während fünf Stunden nicht observiert worden sei. Am Samstagabend gab es dort dann aber eine Razzia. Als Grund für die Durchsuchung gab der Innensenator an, die ominösen Nordafrikaner resp. Franzosen seien dort gesehen worden, die als Hauptgefahr ausgemacht wurden. Ein V-Mann habe die vier Franzosen im IKZ gesehen, so Radio Bremen, dies allerdings schon vor dem Freitag, 27.2.2015. Die Polizei hat wohl kaum ernsthaft damit gerechnet, die bewaffneten vier Männer dort zu treffen, die Razzia wäre polizeitaktisch dann viel zu gefährlich gewesen.
Übrigens war die Familie aus Bremerhaven, die mit einem Auto mit franz. Kennzeichen in HB unterwegs war, festgenommen und den ganzen Tag festgehalten wurde, nicht wegen eines Zahlendrehers beim Kennzeichen in Verdacht geraten, wie der Innensenator rumsalberte, sondern, weil der Halter des Fahrzeugs einen verdächtigen Namen hatte. Unter der in Gewahrsam genommen Familie, übrigens Christen, die aus einem islamischen Land geflohen sind, waren vier Rentner. Der Innensenator hat bis heute nicht bei ihnen entschuldigt.
Fassen wir zusammen: Wie wir sehen, sehen wir nichts.
Andernorts und gleichentags (heute) wird aber der „Terroralrm in Bremen“ schon als Besipiel dafür herangezogen, wie dringend nötig Deutschland mehr Polizei hat:
Und ein paar Zeilen weiter fordert der Chef der Polizeigewerkschaft DPolG Wendt:
Wendt forderte eine neue Kommunikationsstrategie der Polizei bei terroristischen Bedrohungen. Nach der Absage von Großveranstaltungen unter anderem in Braunschweig und dem Bremer Einsatz müssten den Bürgern die Gründe offener erklärt werden. Sonst bestehe die Gefahr dass das bisher große Verständnis in der Bevölkerung verloren gehe.
Na dann erklärt mal… Dieser Schuss dürfte allerdings nach hinten losgehen.
Nachtrag: Anders als Wendt von der Polizeigewerkschaft DPolG kritisiert die Gewerkschaft der Polizei GdP die Pläne für die neue Terrortruppe als „verfehlt“.
#Sonnenfinsternis in Bremen
So, jetzt gehts los. Ich glaub‘, ich seh‘ schon was:

Die Schulkinder werden während der Sonnenfinsternis eingesperrt, damit sie nicht in die Sonne gucken. Vielleicht hätte man ja auch den Wissensdrang und die natürliche Neugier der Kinder aufgreifen können und mit ihnen im Vorfeld eine „Camera Obscura“ bauen können, um die Sonnenfinsternisbeobachten heute dann zur besten Schulzeit beobachten zu können…
#Terrorgate in Bremen: Wir zaubern uns eine Bedrohungslage
Auch bei Radio Bremen mehren sich die Zweifel am Vorgehen des Innensenators und titelt bereits von einem „Fragwürdigen Anlass“. Hier auf nordis.ch wurde der Terroreinsatz kritisch begleitet, zu vage und nicht nachvollziehbar erschienen die Argumente des Senators.
Die Verfassungschützer bekommen mindestens zehn neue Kollegen, die Mär über die Mafia-Familie Miri ist mal wieder aufgekocht worden, zudem umgibt uns ein Heer gewaltbereiter Salafisten, mit Säbeln zwischen den Zähnen usw.
Letztlich dient der Terroralarm nun dem Ausbau des Überwachungsstaats und belastet die Bemühungen um ein gütliches Miteinander der unterschiedlichen Menschen und Kulturen in Bremen. Super Einsatz!
So bedient man ein verknorrztes unflexibles konservatives Lager.






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